Astrologie – Analogien in der Welt

Astrology – The World in Analogies

Eine Leserbrief-Antwort über Finanzkrise, Apfelbäumchen, Maya und Astro

| 3 Kommentare

Ein „Leserbrief“ erreichte mich von einer Freundin, die mein Blog verfolgt.

Ihre Fragen und meine (offen gestanden lange, aber lesenswerte, wenn auch philosophische, aktuelle, aber …) Antwort findet man hier.

Übrigens habe ich gerne solche Rückmeldungen… gerne auch hier auf der Blog-Seite! Man kann direkt unten antworten!

——————–sie schrieb:—————

da nun auch Island pleite ist, dachte ich wieder an den November.

Oh je, ich bin mir da nicht sicher, ob ich denn nun in Deckung gehe oder etwas Neues tun soll.

Wobei ich das ja im Moment auch nicht tun sollte, ist ja ohnehin bald hinfällig. Also rückläufig quasi.

Was ich nicht ganz verstanden habe: Gilt das „nur“ für die Welt, oder auch für „privat“, dass das Alte geht und das Neue kommt?

Oder geht das gar nicht, weil wir ja so alt nicht werden? 

Und wenn der Kalender dann demnächst quasi „abgelaufen“ ist (so habe ich das verstanden, dass er durch die Verkürzung irgendwann bald fertig ist), ist er dann einfach weg, oder kommt etwas Neues?

Spannend!

———ich antwortete:————

Ich hoffe, daß ich mit der Beantwortung der Fragen mehr Klärung als das Gegenteil auslöse…

Was wichtig ist zu beachten: Der -Kalender beschreibt (wahrscheinlich) die Entwicklung von „Bewusstsein“ in verschiedenen, regelmäßigen Abschnitten. Diese Abschnitts-Abläufe verschnellern sich anscheindend jeweils um den Faktor 20.

Aber die Schritte von Abschnitt zu Abschnitt sind GROSS! 

Heute schon vorher-sagen zu können, was im Jahr 2011 im Bewusstseins-Sinne „abläuft“, wäre so, als wenn Johann Kepler sich hätte über das Internet äußern sollen.

Oder wenn „die Zelle“, die sich gerade als die ersten Einzeller entwickelt hatte etwas über „den Eisbär“ hätte sagen sollen…

Also: Unser Bewusstseins-Zustand reicht, wenn man diese Maya-Rechnungs-Weise zugrunde legt, noch lange nicht aus, um etwas zu beschreiben, auf was man sich „richtig“ vorbereiten könnte…

Wie hätte „der Affe“ sich adäquat auf seine Entwicklung zum Menschen vorbereiten sollen?

 

Das Bild mit dem Affen beschreibt auch einen Teil dessen, was ich mir als „Lehre“ aus dem Maya-Kalender nehme. Ich glaube, er läuft ab. (Es gibt andere, die sehen das anders, die sagen, hier ist „nur“ der vierte von fünf 5200-Jahres-Abschnitten zuende, deshalb sei der Übergang in den fünften Abschnitt so wichtig, weil im ersten Anfang ALLES drin ist, was dann 5200 Jahre „abrollt“. Ich halte nichts von der Sichtweise… macht nur Stress durch „Verantwortung“ für die nächsten 5200 Jahre).

 

Ich vermute, daß „Zeit“, so wie wir sie benutzen, als unabänderliches Laufband, ab dann endgültig anders behandelt werden kann.

Man könnte sagen, daß „Zeitlosigkeit“ ein Wort ist, das meine Vermutung darüber umschreibt, was „nach“ dem Maya-Kalender „kommt“. Aber natürlich ist es vollkommen sinnfrei, in einem zeitlosen „Etwas“ noch von eindeutigem „vorher und nachher“ zu sprechen…

Ich vermute, daß vorher und nachher schon sehr bald ähnlich benützt werden könnten wie links und rechts. Der eigene Standpunkt, die eigene Wahl bestimmt diese Angaben dann vielleicht viel stärker… und alle wissen das dann… so wie man bei links und rechts ja auch immer sagt „von … aus gesehen links“ …

 

Und damit kommen wir zu „meinem“ derzeitigen Kernthema: WENN es überhaupt so etwas wie „Zeitlosigkeit“ gibt, dann MUSS dieses Prinzip eigentlich auch jetzt schon gelten.

Ähnlich, wie es das Prinzip des elektrischen Stroms ja auch schon gab, bevor wir es kultiviert haben…

 

Also: ich vermute nicht, daß beim Ende des Maya-Kalenders die physischen Dinge aufhören, zu existieren. Affen haben ja auch gut weitergelebt, obwohl sich auf „ihrer“ Physis oder einer ähnlichen ein neues Bewusstsein entwickelte…

Bloß wird es deutlich Leute geben, die das neue Phänomen „mitvollziehen“ oder es ausdrücken, ebenso wie es Leute geben wird (denke ich), die die alten Prinzipien weiter-leben. Aber: wer jetzt noch mit einem C64 Briefe schreibt, hat deutlich Probleme, Ersatzteile zu finden… (ebenso, wie die Affen Probleme haben, Lebensräume genug zu finden…)

 

Also: ich halte es für sinnvoll, sich ernsthaft damit zu beschäftigen, ob und wie die Gedanken der modernsten (seit Einstein) in unseren Alltag zu integrieren sind.

Unser „normaler“ Alltag ist bei Newton und seinem fallenden Apfel stehengeblieben…

Also: allein schon Einsteins Relativität und Heisenbergs Unschärfe-Relation (bewiesen und abgestempelt) würden, wenn wirklich durchdacht, zum Beispiel Religionskriege absurd erscheinen lassen. „Die Wahrheit“ als etwas einheitlich existierendes und womöglich für alle Menschen gleich aussehendes zu beschreiben ist beim Verstehen dieser beiden Physik-Dinge schon mal unmöglich. Es gibt viele unnütze Streits, wo es, anstatt die Wahrheit für sich selbst mit Löffeln gefressen zu haben zu beanspruchen, ausreichen würde, anzuerkennen, daß „die Welt“ von einem anderen Blickwinkel aus ganz anders aussehen MUSS! Allein schon durch die Wahl eines Standpunktes verändere ich die Wahrnehmung der Wirklichkeit. Und daß es „standpunktloses Gucken“ geben könnte, hat die Quanten-Physik als Möglichkeit ausgeschlossen. 

Ist das nicht eine Erlösung? Zu wissen, daß ich als Mensch NIE den absoluten Blick haben kann! Es gibt nicht „die Wahrheit“! Dann muß ich auch nicht mehr „dumm“ erscheinen, wenn ich irgendwas nicht wusste oder bedacht habe… Es reicht aus, die Welt so zu sehen, wie ich sie sehe und wahrnehme!

Das ist auch wieder immer sehr wichtig zu wissen, wenn man „den Astrologen“ fragt: der Astrologe weiß nicht „mehr“ oder „besser“, sondern „anders“. Und wenn die Kommunikation stimmt und ich durch den Astrologen was verstehe, dann ist das „meine Erkenntnis“ viel mehr, als das „Wissen des Astrologen“.

 

Also, meine Einschätzung der Situation: wenn „der Stand der Forschung“ (wie alles) einen Sinn hat, dann lohnt es sich, den anzugucken, um einzuschätzen, was „jetzt grade los ist“.

Wenn also Stand der Forschung ist, daß die Materie aus Bauteilen aufgebaut ist, die immer kleiner beschreibbar sind, bis zu einer solchen Kleinheit, wo auf einmal die Beschreibbarkeit als „Teilchen“ aufhört und klar wird: dies hier kann nur noch als „Energie“ oder „Strahl“ oder „Welle“ sinnvoll beschrieben werden… dann ist es sinnvoll, auch davon auszugehen, daß wir mehr „im Meer der Energien“ schwimmen, als es mit „fester Materie“ zu tun haben.

 

Wenn ich also das Prinzip Zeitlosigkeit „hinter allem“ vermute, macht es Sinn, die eigene Aufmerksamkeit mehr auf das „Jetzt“ zu richten, als auf Vergangenheit und Zukunft. In sofern ähnelt meine Deutung dessen, was mit dem Ablauf des Maya-Kalenders auf uns zukommt sehr dem, was viele spirituelle Traditionen empfehlen, nämlich den Sinn im Hier und Jetzt zu finden.

Die „Meditation“ in die Gegenwart hinein. Die Tasse in meiner Hand zu spüren und gleichzeitig zu wissen, daß ich damit und dadurch Kontakt zur Unendlichkeit habe…

 

Vielleicht ist die Bankenkrise ja unter anderem ein makrokosmischer Ausdruck vom weniger zuverlässig arbeitenden Prinzip „Zeit“. Wenn es sich nicht mehr „lohnt“, seine Zeit den grauen Herrrrrren (aus Momo) in Form von Geld zu überlassen, weil die diese Lebenszeit, die doch mal meine Rente sein sollte, in den Kamin hinausjagen… dann rückt das „Hier und Jetzt“ vielleicht wieder näher. Und Sinn und Sinnlichkeit rücken wieder näher aneinander…  

 

Also, es gibt keine direkten Anweisungen und Empfehlungen von mir, was man tun oder lassen soll „wegen dem Ablauf des Maya-Kalenders“.

Aber ich vermute, daß es sich extrem lohnt, den Punkt zu betrachten, wo physisch geprägte Weltsicht (Physik an vorderster Front) und spirituelle Weisheit einander immer mehr gleichen.

Ich biete so was ja jeden Montag an, den „Tolle-Montag“… also: alles, was man von Eckhart Tolle lesen hören und sehen kann, sei hiermit ebenfalls dringend empfohlen!

 

Also: ich glaube, daß die Frage nach „Welt oder privat“ sich damit fast beantwortet hat… ja, ich gehe davon aus, daß alles, was für die „Welt“ gilt, auch für „privat“ gilt. Handystrahlung geht auch durch Orang-Utan-Herzen… Und weil der Orang Utan so schlecht gegen Vodafon protestieren kann, tut er einfach gar nichts und hofft darauf, daß jemand mit „höherem Bewusstsein“ seine treuen Augen so sehr mag, daß man ihn am Leben lässt…

So ähnlich deute ich auch Luthers „Apfelbäumchen“ (war der doch, mit dem Weltuntergang und trotzdem pflanzen, oder?). Die Welt JETZT wahrnehmen ohne den Auftrag, sie „verstehen“ zu müssen… und alles tun, was aus dieser möglichst direkten Wahrnehmung entspringt.

Das Kribbeln im linken Fuß.

Jetzt. Aha.

Das ist näher und wahrer als die fallenden Kurse auf ner elektrischen Anzeigetafel.

Kribbelt es auch im rechten Fuß? Gleichzeitig?

Aha.

 

Deine Kinder auf dem Bauch liegen haben (oder wie auch immer berührt) ist wertvoller, als sich über ihre Zukunft Sorgen zu machen. Zeitlosigkeit ist für mich auch das: Berührung zu spüren und zu wissen, daß „die Ganze Welt“ in dieser Berührung steckt.

Und alle Tätigkeiten ausführen, die aus diesem Moment heraus „Sinn“ zu machen scheinen. Und sich wundern. 

Kribbeln die Füße noch? Und die Beine?

Aha.

 

Wenn also „in Deckung gehen“ oder „etwas Neues tun“ die Optionen sind, die einander ausschließen, und nur nacheinander getan werden können… vielleicht bestünde mein Rat in so einem Satz wie: was wäre, wenn beides auf das Gleiche hinauskäme? Was wäre, wenn der nächste Moment, der nächste Tag, das nächste Jahr nicht mehr den Auftrag hätte, „besser“ zu werden, als der jetzige Moment ist? Wo läge am meisten „Geistesgegenwart“? Vielleicht ist ja „in Deckung gehen“ genau „das Neue“, das gerade getan werden möchte?

Was wäre Deine Antwort jetzt?

Mit all dem Genuß des Kribbelns im Gesicht, den Schultern zum Beispiel…

 

Im Übrigen vermute ich, daß man in „Zeit“ wahrscheinlich viel „älter“ wird, wenn man mehr „jetzt“ genießt. (Weil Du nach dem Alter fragtest, was wir vielleicht erreichen oder nicht…) Vielleicht weißt Du, daß ich inzwischen keine Einweihungen in Reiki mehr anbiete, weil ich inzwischen denke, daß dieses Konzept zu viel „Zeit“ beinhaltet.

Handauflegen und Kribbeln spüren reicht vollends aus. 

Ja, vielleicht könnte eine Handlungsanweisung „für die neue Zeit“ sein: Kribbeln spüren, sehen, hören wollen, überall!

 

„Mehr“ Heilungsfähigkeit als die Annahme des jetzigen Momentes als DAS Tor zum unendlichen Raum mit ALLEN Dingen und Möglichkeiten gibt es auch später nicht.

 

Was ich also sage, ähnelt auch dem, was manche Coaches als „sinnfindungs-tool“ benützen: was würdest Du tun, wenn Du noch x Tage zu leben hättest. 

Apfelbäumchen, genau.

Jetzt.

 

Sich selbst in diesen Moment „hineinsterben“ zu lassen, bedeutet, „das Leben“ wahrzunehmen. Denn das, was da lebt, lebt nur JETZT.

Zeitlos.

 

Übrigens glaube ich, daß „Jetzt“ ein anderes Wort für „Liebe“ sein könnte.

Bei den Mayas heißt das Schöpfende „Eine“ Hunab-Ku.

Alles ist eins. Form, Zeit, Raum… das alles sind Variationen über das Thema Liebe. Wir leben in Kunst.

Die Schöpfung, die sich so langsam bewußt wird, was schöpfen ist… und daß es sein könnte, daß zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung kein Unterschied besteht. Vielleicht besteht „Form“ nur deshalb, um „Berührung“ möglich zu machen. Der Urknall (als Bild für die erste Trennung des „Einen“) hätte dann also seinen Sinn darin, daß ich diese Tasse berühre… jetzt.

 

Falls also nach dem Ablauf des Maya-Kalenders eine neue Form kommt… ist sie sicherlich neu… aber dann doch auch nur „wieder“ eine Variation über das Thema Liebe, die sich trennte, um sich aneinander reiben zu können.

Tantra des Alltags könnte man sagen… mach Liebe mit allem, was Du siehst und berührst und spürst, mit jeder Wahrnehmung…

 

(ohgott, ich schweife ja so was von ab… das hat man davon, wenn man dem Astrologen ein paar Brocken hinwirft…)

 

Ich hoffe, daß zumindest erkennbar war, daß ich versucht habe, Deine Gedanken aufzunehmen… und zu beantworten?

 

Falls es noch weitere Fragen gibt, bitte gerne!

Share

Verwandte Artikel