Astrologie – Welt in Analogien

Astrology – The World in Analogies

Verändertes „Karma“

Am Wochenende hat sich mein Verständnis vom Wort „Karma“ dramatisch verändert.Es ist jetzt für mich etwas Erlösendes darin, das ich vorher hier nicht fand.

Karma war für mich ein Wort der latenten Bedrohung. Eine Behauptung war darin, die mich unfrei zu machen schien. Jetzt empfinde ich Befreiung in dem Wort.

Es war früher die Behauptung von Bestimmung durch jemand anders darin, die ich nicht nachvollziehen konnte. Jetzt ist es für mich ein „technischer Begriff“…Es ist jetzt für mich der Begriff, der die Gesamtheit aller Wirkungen zusammenfasst.

Die Tatsache, daß ich nicht „alle Wirkungen“ überblicken kann, die insgesamt alle zusammen wirken (… wer möchte sich schon ausmalen können, welche Abfolge von Ereignissen genau beim „Butterfly-Effekt“ dazu führt, daß aus dem Flügelschlag eines Schmetterlings auf der einen Seite der Erde ein Orkan auf der der anderen Seite der Erde wird… das ist einfach zu viel „data“… für mein denkendes Hirn jedenfalls…), macht dieses Wort „Karma“ zu dem, was „unerkennbar“ ist… aber ausdrücklich nicht mystisch!

Es wird einfach alles, was passiert, als „das war ja logisch, dass das passiert“ angesehen. Nur, dass die Frage „warum“ dabei sinnlos wird, weil „alles“ in allen Zusammenhängen zu überblicken mir nicht möglich ist. (Wichtig für mein neues Gefühl zum Wort „Karma“ ist natürlich, daß jetzt nicht mehr unterschieden wird in Vorgänge in der Welt, die „nicht-karmisch“ oder die „karmisch“ wären… deshalb lohnt es sich jetzt für mich auch nicht mehr, diese Unterscheidung zu suchen. Es ist einfach alles Karma… eine Wirkung von vielen zusammenhängenden Ursachen.)

Worin jetzt allerdings eine scharfe Unterscheidung in mir passiert, ist im „Sein“ und im „Tun“. Der „Ich-bin“ ist etwas anderes, als der „Ich-tue“.

Der „Ich-tue“ ist im Werden und Vergehen angesiedelt, der „Ich-bin“ ist eben. Punkt. Der ist da. Und bleibt auch da. Und hier ist der erlösende Gedanke: der „Ich-bin“ ist durch nichts, das auf der Ebene des „Ich-tue“ passiert oder passieren könnte, in Gefahr.

Dieses „Sein“ ist als Gewissheit fühlbar geworden. Das hatte ich auch vorher schon mal gefühlt, dieses Gefühl des „ich bin“, das mit einem breiten, grundlosen Grinsen daher kommt, war mir nur nicht so sicher, woher es kommt.Jetzt bin ich sicher, daß die bewußte Identifikation meines jeweiligen Augenblicks auf diesem „Ich-bin“ oder auf dem „Ich-tue“ sein kann… und es meine Wahl ist, wo ich mich identifiziere.

Durch das Wort „Karma“ fühlte ich mich früher so schrecklich eingeschränkt.Dabei unterschied ich zwischen der „normalen Welt“, die ich glaubte, halbwegs „beurteilen“ zu können und dem, was andere in einer wuschig nicht zu greifenden karmischen Welt meinten erkennen zu können… DIES ist eine karmische Verbindung… hm… aha… hab‘ ich immer gedacht… kann ich nicht beurteilen.

Jetzt empfinde ich die Undurchdringbarkeit, wegen zu grosser Komplexität, in einfach allem, was mich umgibt. Es gibt sicher den Ausschnitt der Welt, den ich in seiner Funktion beurteilen kann… ja, der Apfel fällt vom Baum ‚runter und nicht hoch… es gibt beschreibbare Naturgesetze, die ich formulieren kann und dann weiss ich ein „warum“.Mein neues Verständnis von „Karma“ schließt die Annahme ein, daß einfach ALLES, was passiert, aufgrund eines guten Netzes an Gründen passiert, deshalb fällt es mir jetzt so leicht, zu ALLEM, was ist, einfach „JA“ zu sagen.

Eine neue Füllung des Wortes „Karma“ ist jetzt für mich ein „Ja, dies ist mit gutem Grund passiert“. Und das bezieht sich auf alles.

Deshalb lohnt es sich auch nicht, auf der Ebene der Wirkungen (… das ist einfach alles, was ich ausserhalb und innerhalb von mir als Form wahrnehmen kann…) große Veränderungen vornehmen zu wollen.

Oder…: über Ergebnisse zu jammern hat jetzt keinen Sinn mehr…Ich kann jetzt wirklich alles, was „mir passiert“ als wirklich mit Grund „zu mir gehörig“ wahrnehmen. Weiss nicht genau warum im Einzelnen etwas passiert, aber ich nehme grundsätzlich Folgerichtigkeit an!

Kein Fehler vorhanden, auf der Ebene der Schöpfungen! Es ist einzig die Ebene der Ursache, auf der der Lerneffekt durch die geschöpfte Welt Auswirkungen hat.

Und die Ursache… ist immer ein Wunsch, ein Bild, eine Vorstellung.

Deshalb ist es jetzt auf einmal so ein klarer, kleiner, eindeutiger Vorgang für mich geworden, eine „karmische Lehre“ zu ziehen… das ist jetzt nichts mehr für mich, das mir von aussen als Auftrag gegeben zu sein scheint… sondern einfach meine Möglichkeit, auf die Ebene der Wirkungen richtig einzuwirken. Ich habe einen „Fehler“ bzw. dessen Wirkungen auf der Ebene der Wirkungen gesehen, habe ihn erkannt, weil ich seine Auswirkungen gefühlt, gesehen, beurteilt habe und werde mich nicht damit aufhalten, ihn ihn auf der Ebene der Wirkungen verdammen zu wollen, sondern nehme mir vor, ihn einfach für mich auf meiner Ebene der Ursachen nicht mehr zu machen.

Das bedeutet jetzt für mich, „Karma“ zu begrüßen. Einfach als Wahrnehmungs-Feld. In der Welt der Formen ist es gut möglich, ein „Aha“ zu haben. Und dann auf der Ebene der Ursachen andere Wünsche, Bilder, Absichten zu „pflanzen“.

Und jetzt kommt der Clou, der das Wort „Wiedergeburt“ für mich auch aus dem Bereich des „weissnicht“ in die greifbare Welt hineinführt: Weil ich das „Ich-bin“ wirklich als unendlich wahrnehme, und weil ich die Ebene der Ursachen eher im Unendlichen als auf der Ebene der schon zu betrachtenden Schöpfung annehme, ist es auch für mich mehr als wahrscheinlich, daß die Bilder, Wünsche, Absichten „mitgenommen“ werden, über alle Endlichkeiten hinaus.

Genauso gut denkbar ist es jetzt für mich geworden, daß Verhältnisse, in ihrer Essenz, auf der Ebene der Bilder, Wünsche, Absichten spielen und sich als Beziehungen manifestiert darstellen…  Das heißt für mich, daß der Ausdruck „Karmische Beziehung“, der vorher für mich etwas Blödes bei sich hatte… etwas „zu Süßes“ schien mir darin zu liegen… jetzt einfach ein Teil meiner realen Welt geworden ist.Jede Beziehung ist karmisch, weil auf der Ebene der Schöpfungen sichtbar und fühlbar. Und seit diesem Wochenende fühle ich mich durch die Annahme, es gäbe „karmische Verbindungen“ eben nicht mehr eingeschränkt. Ich fühle Freiheit im Sein. Weil „Ich-bin“ nicht mehr in der Welt der Form gesucht wird.

Darin fühle ich Wahrheit.


(Was ich am letzten Wochenende gemacht habe, das mich zu dieser Änderung brachte? Ich habe einen „Akram Vignan“ Kongress besucht. www.akram-vignan.de  … und ich kann nicht sagen, daß ich ALLES, was man darüber lesen und sehen kann verstehe… und Einiges davon bringt mich bisher auch so richtig zum Lachen… und doch, ja, seit genau diesem Event in Willingen fühlt es sich so an, als hätte sich „Alles“ für mich ziemlich verändert. Zum Guten.)

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